Einleitung


Das Wort ''behindert'' ist ein wenig negativ belegt, bedeutet es doch für viele Menschen, dass Lebensqualität nicht mehr vorhanden ist, bzw. nicht mehr vorhanden sein kann. Oft wird behinderten Menschen mit einer gewissen Scheu begegnet. Dieses ist nicht nur falsch, sondern auch sehr verletzend.

Eine Behinderung bei einem Tier wird häufig noch weniger toleriert, es gibt ja schließlich eine einfache Lösung, dieses Problem zu beheben .

Wenn man sich das Wort "Behinderung" einmal wertfrei anschaut, dann stellt man fest, dass es lediglich besagt, dass etwas den Menschen oder das Tier daran hindert, ein Leben ohne Einschränkungen zu führen, es besagt jedoch nicht, dass dies völlig unmöglich ist.

Wie gehen die Menschen und wie gehen die Hunde mit einer solchen Einschränkung um?

Um diese Frage zu klären, lohnt es sich, einen Blick auf die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Spezies zu werfen:

Mensch Hund
Lässt sich von Gefühlen leiten, steht häufig Veränderungen negativ gegenüber Folgt zielsicher seinem Instinkt
Denkt an Gestern, plant das Heute und macht sich Gedanken über Morgen Lebt für den Augenblick, es gibt kein Gestern und kein Morgen
Plant und handelt nach menschlichen Strategien stets im voraus Ist an der Sicherung der augenblicklichen Ressourcen interessiert
Denkt darüber nach, was sein könnte, wenn nicht ... Arrangiert sich mit den Gegebenheiten und macht das Beste daraus


An diesem Schema ist bereits erkennbar, wie unterschiedlich Mensch und Hund ihr Leben verwalten und gestalten.

Auf eine Behinderung bezogen wird man feststellen, dass viele Menschen der uneingeschränkten Mobilität, die sie in der Vergangenheit hatten, nachhängen und darüber grübeln, was sie nun nicht mehr machen können. Der Hund hingegen sucht nach einer Lösung wie er trotz seiner Einschränkung sein Ziel erreicht. Er denkt nicht mehr darüber nach, dass er vorher vielleicht 4 statt jetzt nur noch 3 Beine hat, sehen oder hören konnte.

Mensch und Hund sind ein Team, wobei der Mensch die Führungsrolle übernehmen muss. Hat er genug Stärke, wird er uneingeschränkt von seinem Hund akzeptiert. Der Mensch ist für die klaren Strukturen verantwortlich, die ein Hund braucht, um ein glückliches und zufriedenes gesichertes Leben zu genießen.

Gerade auch für den behinderten Hund ist die Stärke seines Menschen ganz wichtig. Er braucht Unterstützung, Motivation und vor allem Sicherheit. Mitleid und Bedauern behindern ihn